aftershow afterglow

Samstag Abend, Nassauer Hof zu Wiesbaden. Aufregend: ich spiele einen Boogie, Joja Wendt kommt durch die Tür - und freut sich. Im Kurhaus ist kurz zuvor die Benefiz-Gala zugunsten der Aktion “ihnen leuchtet ein Licht” zu Ende gegangen. In der Orangerie sitzt Stefan Gwildis zwischen seinen Musikern. Die Grüße, die ich von Fritz Rau ausrichten soll, freuen ihn sichtlich und aufrichtig. Ich sammle mich und setze mich wieder ans Klavier. Die Gäste sind guter Stimmung, sie waren alle bei der Gala. A la minute ist meine Stimme am Morgen weg gewesen - ich singe mich mit Reststimme über den Kampf zum Spiel. Und nicht um Kopf und Kragen. Meine Kampfmoral wird belohnt, als ein Zwei-Meter-Mann und sein Cello sich zu mir setzen. Meine Stimme kratzt. Der Hagen nicht - er würzt, er belebt, er hört hin, er braust auf, er singt, mit seinem Cello. Ja, was tut denn das so gut!

Dann, ich habe fertig, stehe auf, ein junger Mann sagt zu mir: “ich übernehme”. Setzt sich ans Klavier und unterhält aufs Allertrefflichste die übriggebliebene kleine Schar. Mit köstlichem Musikkabarett. Sebastian Krämer. Geist, Witz und voicings. Respekt. Ihn möchte ich einen ganzen Abend lang hören, bald. Highly recommended.
Ein wirklich schöner Abend.

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